Heutzutage sind viele exotische Früchte, die von weit weit weg kommen, recht geläufig, wenn auch nicht alle alltäglich sind.
Schon einmal Papaya probiert??
Klaro!
Mangostane?
Jaaaah, mmh, schon mal.
Kiwano?
*kicher* jaa
Durian, die “duftgewaltige”??
*öchz* mmmh, jaa, war echt interessant… so wie Röstzwiebeln mit Sahnepudding…
Und heimische Früchte? Erdbeeren und so??
jjooh…*gelangweilt*
Mispeln?
Misteln?
Nein MisPeln!!
Jaaa, japanische Wollmispeln, die Loquat…
NEIN! die gute alte Mispel, Mespilus germanica…hier in der Wikipedia
…öööhh…was?? Nie gehört.
Na diese alte Frucht, jetzt gibts die kaum noch zu kaufen, eher wild wachsend oder in Gärten…
Nöööh, nie probiert! Aber schon mal gesehen in Büchern… sieht ja recht exotisch aus…
Ich hab sie nun das erste Mal probiert.
Interessant, abgesehen davon, daß man sich an die Konsistenz etwas gewöhnen muß, hat etwas den Charme einer hinten im Obstkorb vergessenen Banane mit Kernen… auch die Farbe ist fast so…
aber geschmacklich eine Mischung aus ein wenig Apfelmus, frischen Datteln und ebengenannter Banane… interessant, auch wenns für dich vielleicht weniger so klingt.
Ich las, daß die Mispel eigentlich aus dem Mittelmeerraum kommt (von wegen germanica! Pah) und die alten Griechen und Römer schätzten sie.
Ich find es sowieso interessant, was die Alten so gerne aßen, wenn es sich nicht gerade um “geröstete Nachtigallenzungen an in Bärenfett gedünsteten Hammelaugen” oder ähnliche Leckerbissen handelt …
Mispeln werden hier nicht ganz reif, sie werden erst durch Frost oder Lagerung von ihrem steinharten Zustand in musweiche Früchtchen verwandelt.
Ich finde sie lecker, auch wenn sie ungewöhnlich sind. Manchmal ist doch etwas von “um die Ecke” doch exotischer als etwaws von “weit weg”.
Aufgeschnappt