von Artist
Monika Sim


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Nachtrag zu der Pasta...

Die Mitternachtsnudeln waren ja mitternächtlich, weil wir an einem Geschäftspllan mit vielen zahlen machten, um ein Geschäftskonto mit Finanzierung zu bekommen.

Danach waren wir bei der Bank damit und inzwischen bekamen wir unser “Nein Danke"….:>

Nachträglich erfuhr ich von unserer netten Bankschalter-Dame, (nein, nicht vom Berater, denn der hielt das offensichtlich nicht für nötig, dies zu sagen…)daß Banken generell kein geistiges Kapital/Eigentum bzw. die zu erreichenden Nutzungsrechte-Werte “in den Zahlen” anerkennt.

Nein, die Bank will den Wert von Maschinen, die vielleicht nach einmaliger Nutzung viel vom Wert verlieren und unverkäuflich sind oder anderer Dinge sehen, das was sie wohl “beständige Werte” nennt.

In der heutigen Wissens- u. Informationsgesllschaft werden aber Ideen und Kreativität immer wichtiger. Die kann man aber erst anfassen, wenn sie realisiert sind sozusagen.|-|

Wie viele kleine neue Betriebe geben fröhlich und in einem Rutsch von der Bank gern gegebene XX00.000 Euros aus!

Für dicke computergesteuerte Maschinen und vielleicht dicke Autos… um dann zu finden, daß diese Maschinen Ideen benötigen, um Geld zu machen: nämlich zum Beispiel um schöne, von anderen (wie mir) entworfenen Dinge zu fertigen. 88|

Davon müssen sie dann die Nutzungsrechte kaufen, da sie nach kurzer Zeit feststellen, daß sie selber nicht so recht mit ihren eigenen Design weiterkommen, sie sind wohl doch eher Hersteller als Designer.

Dann haben sie aber schon alles für die maschinen ausgegeben und wollen/können nicht mehr als zweifuffzich für gute Designs ausgeben…XX(

Dann ist ihr Angebot natürlich eher flau… und sie sitzen auf teuren Maschinen, die sich nicht ammortisieren… und das Geschäft geht *glucker* das Bächlein runter.

Sowas kenne ich aus eigener Erfahrung, aber nicht als Hersteller, denn Ideen hab ich bis zum Abwinken. ;)

Ich finds schade, denn die Leute können durchaus eine gute Geschäftsidee haben, sonst fähige Leute sein und auch einen guten Markt haben für die Design, die sie nun nicht mehr kaufen können.

Weil sie eben noch so am Anfang ihres Geschäfts stehen und die Bank “sowas” wie Geld für Designs nicht ernst sieht.:crazy:

Ach ja, wers noch nicht weiß:

Wir amchen auch Material für Lernmotivation und Spaß beim Lernen, das ist heutzutage für die Wissensgeellschaft mehr als wichtig, fragt mal PISA.

Und Leute wie ich?

Die haben Ideen in vielen Richtungen und es fehlt die finanzielle Schmiere, um diese Ideen den Leuten/Geschäften richtig vorzustellen. Denn das braucht Zeit, alles richtig darzustellen und was noch zu so einem kreativen Geschäft gehört.

Und dabei kann man nur wenig anderes, was (nur kleine Summen) Geld bringt, und auch viel Zeit zum Anbieten an Interessenten benötigt,machen… also entsteht etwas, was ich “pekuniäre Insuffizienz” nenne oder “anorektische Finanzlage” XX( XX(

Dann noch der letzte Grund:

wir wollten zuwenig Geld…

und es auch nicht auf einmal für ne dicke Maschine ausgeben!!

*seufz*

Nur sone Kleinigkeiten wie zwei einfache Computer mit ein paar Käbelchens und so… und keine dicke Repräsentative Bürogestaltung und dicke Maschinen (höchstens ne Espresso-Maschine damit der Kopf gut arbeitet! :roll:)?

Wir nehmen das Geschäft wohl nicht ernst und sind nicht realistisch?! ?!? !!?!|-|

*mit dem Becher rüttel*

Hasse ma’n Euro?? ("Hassema ‘ne Maak” klang irgendwie besser ;) )

Es wundert mich nun nicht mehr, wie die Banken in die Lage kamen, in der sie jetzt sind (wenn Ideen für sie nichts wert sind…)… aber eigentlich hab ich mich vorher auch nicht gewundert…

Jeder weiß ja (bis auf sie selber) daß die “dicken Banker” wichtige Fakten und die Realität ignorieren, an den für die Wirtschaft wichtigen kleinen Leuten vorbeigehen, sie als Risiko abstempeln aber selber Risiken eingehen, die auf den ersten Blick für den Rest der Welt irrsinnig und mehr als suspekt sind… >:XX

*grrr*

*meckermodus wieder aus*

So, jetzt gehts mir besser!;)

Einen schönen Tag euch noch!! *flöt*

Tagliatelle alla mezzanotte Teil 2

So, nachdem wohl meine Pasta-Fotos wohl einigen Lesern den Mund wäßrig gemacht habe, haben sich einige Interessenten für das Rezept eingefunden…

Nun habe ich meinem talentierten Schotten das Rezept aus den Rippen gekitzelt, hier ist es:

für 2 Personen
Die Pasta

Zuerst ein Tipp zum Mehl:

Kein Hartweizenmehl nehmen!
Type 405 ist prima, am besten das italienische “Tipo 00 (Doppio zero)", das besonders fein ist und für Pizza und Pasta verwendet wird. Wir bekommen es übrigens im italienischen Supermarkt in Hamburg von einer schwäbischen Mühle :D

knapp100 gr Mehl (lieber etwas weniger als mehr)

1 großes Bio-Ei

1 Prise Salz (am besten sizilianisches Meersalz)

Mein Mann sagt, es ist ein wenig wie Zement mischen:

Das Mehl auf einem Brett zu einem Berg häufeln, ein Loch in die Mitte machen, das Ei hineingeben (die Schale vorher entfernen) und Salz dazu.

Das Ei im Mehlvulkan (daran erinnert dies mich immer) mit dem Finger (oder einer Kuchengabel) verrühren und nach und nach das Mehl einarbeiten, am besten gehts mit den Händen. Geduldig einige Minuten zu einem gleichmäßigen Teigkloß knautschen.

Der Kloß sollte sich weich und elastisch anfühlen und weder klebrig noch bröcklig trocken. Wenn er etwas zu trocken ist, ein WENIG Wasser einarbeiten und wenn er noch klebt, dann etwas mehr Mehl. Nach ein paar Mal bekommt man das allgemen gut hin.

Den Kloß zu einem Oval ausrollen, ca. 3-4 mm dick. Auch wenns noch nicht ganz so aussieht, dieses Oval wird zu genüged Pasta für zwei hungrige Mäuler.

Dann nehmen wir, wenn schnell gehen soll, die Nudelmaschine zum Ausrollen. Aber es wird wirklich besser, wenn die Pasta per Hand ausgerollt wird, die Konsistenz ist ganz anders! Aber um Mitternacht reicht die Maschine :)

Durch die Maschine drehen, zusammenfalten und wieder durch, für jede Stärke (von dick nach so dünn, wie gewünscht) ein paar Mal. Die Teigblätter mit dem Tagliatelleschneider der Maschine schneiden.

Finger unter die schön gekräuselten Pastastreifen (vorher etwas Mehl auf die Pasta streuen), auflockern und etwas fliegen lassen. Pasta freut sich drüber und schmeckt besser, wenn sie etwas fliegen darf, bloß nicht auf den Fußboden.

Nun darf die Pasta sich ausruhen, bis das Wasser kocht und die Sauce fertig ist.

Sauce “Alla Mezzaotte”

1/3 einer kleinen Zwiebel in feinwüfelförmigem Zustand
1 Knoblauchzehe, atomisiert

1 (wenn möglich frisches) Lorbeerblatt
1/3 frische Peperoncino/Chili, atomisiert (oder die Entsprechung in Pulver)
1/2 Teeloffel (getrockneten) Thymian

2 Teelöffel rotes Pesto (italienisches)
etwa 1/3 Glas Weißwein
knapp 100 g Hackfleisch (Sorte nach Gusto)
ca. 1/2 Tasse Tomaten-Passata
bis zu 1/3 Becher Sahne

1 Teelöffel Zucker oder Honig
Salz, am besten Meersalz aus Sizilien
1 TL Aceto Balsamico (nicht den ganz teuren!)
Olivenöl

Die Zwiebel in etwas Öl in der Pfanne schmurgeln lassen, bis sie anfägt, etwas braun zu werden, dann den Knoblauch dazu. Das Lorbeerblatt, den Thymian und das Pesto dazu und weiterschmurgeln.

Damit alle der wunderbaren Aromen geweckt und hervorgelockt werden, spendieren wir ihnen das Gläschen Weißwein, dann zischen und blubbern die Kräuter und der Knoblauch in ungeahnte Höhen der Aromaleiter. Ankommende Neugierige auf später vertrösten.

Wenn die Flüssigkeit größtenteils wieder verschwunden ist, das Fleisch drin anbrutzeln, bis es anfängt, etwas braun zu werden. Nun kann man auch noch den Aceto Balsamico dazutröpfeln.

Nun wirds Zeit für die Passata, den Honig bzw. Zucker und das Salz, sich in die Pfanne zu gesellen. Die Sahne möchte erst nach einigen Momenten dazu, wenn sich alles andere gut verbunden hat.

Die Sauce sollte etwas dünner sein, als sie auf der Pasta sein soll. Diese kommt im ganz knappen al dente - Zustand in die Pfanne und wird eine oder zwei Minuten in der Sauce zuende gegart. Auch die Pasta mag die Sauce und nimmt sie gierig auf.

Dann ganz kurz vor dem Servieren etwas Olivenöl extra vergine dazuträufeln, gut vermengen.

Mit frisch geriebenem Parmiggiano oder Grana Padano gekrönt ist es ein Mahl für einen König! …und es duuuftet…mmmh.

Nun braucht man nur noch alles an die inzwischen vom Duft angelockten gierigen Massen verfüttern :D Wenn man Glück hat (oder eine gut verschlossene Tür) bekommt man selber auch was ab ;)

Buon Appetito!

Ich würde mich freuen, mal von allen euren Nachkochversuchen zu hören.