So, wie das so ist, fang ich neben der Hose gleich noch ein anderes Dingel an…
Ich greife mir eine Weste, von meiner Tante geerbt, die mir sehr gefällt, aber weil sie aus schwarzem Samt ist, nicht ganz für den Alltag geeignet.
Der Schnitt gefällt mir aber und passt prima, die Seitennaht sitzt nicht da, wo sie sonst sitzt, sondern etwas weiter vorne und so könnte sie für Muster interessante Effekte bringen. Auserdem ist sie mindestens 30 bis 40 Jahre alt und darf sich nun ”Vintage” nennen. Ich liebe Retro- bzw. Vintage-Kleider wegen ihrer oft so phantasievollen und ungewöhnlichen Details.
Glücklicherweise hab ich ja mal gelernt, wie man Schnittmuster von existierenden Stücken abkupfert abnimmt! ![]()
Schnell habe ich den Schnitt davon abgenommen und ein passendes Opfer als Oberstoff gefunden: Ein vor einigen Jahren selbstgenähtes Kleid aus Bourette-Seide, das in der letzten Zeit ganz plötzlich um die Hüften schrumpfte *gg*
Das grobe Webmuster passt hervorragend zu einer warmen Sommerweste für kühle Stunden, denk ich mal. Aus Vlies habe ich auch eine Lage ausgeschnitten um alles etwas dicker zu machen und eine Lage braunen, dünnen Stoff als Futter.
Mit einer Posamentenschnur aus alten Zeiten geschmückt, ist sie nun mein neuer ständiger Begleiter, denn das Wetter ist nicht gerade tropisch hier… aber das kennst du ja sicher.

Meine neue Lieblingsweste. Leider fällt die ungewöhnliche Seitennaht nicht so interessant ins Auge, wie ich hoffte.
Schön kuschlig ist das neue Stück. Schnell gings auch: Inklusive Schnitterstellung waren es nur ca. zweieinhalb Stunden, wenn ich das Annähen der Dekoration mit der Hand nicht dazurechne…
Und die Hose? Ach ja, die ist auch fertig nach einigen Improvisationen… etwa 5 cm Stoff fehlten eigentlich… und die Kamera hatte einen Pixelschluckauf und wollte nicht.
Nun ist die Hose im Schrank und ich kann sie dir nicht zeigen, da ein Möbelstück davor steht, denn wir räumen um… *seufz* Aber die Hose ist schön geworden. Zeig ich dir ein andermal.
Aufgeschnappt