Die meisten meiner Acryl-Bilder haben einen Hintergrund, den ich in der von mir entwickelten Schichttechnik gemalt habe. In vielen Arbeitsgängen wechsle ich opake, transparente und reflektierende Schichten, die zusammen eine große Leuchtkraft entwickeln und für viele gar nicht wie Acrylfarben wirken.
“SO kann Acryl leuchten? Das ist ja wie Aquarell!” höre ich immer wieder von erstaunten Betrachtern.

Der Hintergrund leuchtet von innen durch meine Schichttechnik
Dann gehen sie näher, um die Schichten zu betrachten, ob sie diese nicht erkennen könnten. Sie entdecken stattdessen Figuren, Gesichter, Wesen oder Gestalten, die über dien Hintergrund huschen, diesen beleben, in manchen Lichtverhältnissen auftauchen und bei anderer Beleuchtung wieder verschwinden.
Anfangs war ich recht verwundert, warum meine Technik als so “unarcrylisch” angesehen wird. Dann begriff ich, dass viele Acryl nur in der Alla-Prima-Technik verwenden und vielleicht noch trocken auf nass einiges ergänzen oder wie im Öl nass in nass malen bzw. solche Bilder kennen. Die altmeisterlichen Schichttechniken hingegen sind selten geworden.
Ich ließ mich von den faszinierenden Bildern mit lasierenden und deckenden Schichten inspirieren, aber ich male die unzähligen Schichten meiner Bilder nicht mit dem Pinsel, sondern mit dem Malmesser oder Malspachtel.
Trotzdem sind die einzelnen Schichten behutsam, gezielt und mit Detailliebe gesetzt und nicht wie oft getan, mit großen Strichen aufgespachtelt, ähnlich dem Verputz einer Wand oder bei einigen recht…sagen wir mal “wild” aufgetragenen Farbschichten einiger Maler.
Ich möchte meinem Hintergrund eine Tiefe geben, die anders als eine optische räumliche Tiefe ist, also keinen Hintergrund mit Perspektive, sondern eine Tiefe, wie ein Himmel, klares Wasser in einer Lagune oder ähnliches ist.
Traumhafte Raum- und Schwerelosigkeit voller Lichter trägt meine mystischen Gestalten in andere Welten.

Monna Clarina ist auf einem strahlend grünen Hintergrund
Meine Hintergründe bestehen aus vielleicht 20 oder mehr Schichten, ich habe es nie gezählt. Nass in nass genauso wie auf den getrockneten Grund, unten zuerst opak, dann immer mehr transparente und auch in verschiedenen Mengen reflektierende Schichten.
Erst nach der Trocknung kann ich erkennen, wie die transparenten, manchmal recht dicken Schichten wirken, das ist ganz schön spannend für mich.
Ein ganz bestimmtes Verhältnis zwischen Schichtdicke und Pigmentanteil ergibt diese besondere Leuchtkraft in meinen Schichten. Eine dünne, farbintensive Schicht wirkt anders als eine dicke, weniger farbintensive Schicht, die “unterm Strich” doch die selbe Menge Pigment in sich tragen.
Kurzum, meine Hintergründe sind in einer Weise eine Welt für sich. Gerne verwende ich sie für mystische Gestalten, “nicht von unserer Welt”. Aber auch andere Bilder bekommen diese Hintergründe und manchmal fließen auch Hintergrund und die Figur im Vordergrund zusammen.
Was ich wichtig finde, ist es, dass der Hintergrund das Auge einlädt, auf ihm spazieren zu gehen, Details, Figuren oder einfach nur schöne Strukturen zu entdecken, von denen einige nur bei gewissen Blickwinkeln sichtbar sind und verschwinden, wenn man einige Schritte geht.
Es ist schön, wenn ein Bild dem Besitzer auf lange Zeit Interessantes zum Betrachten gibt, dann wird es zum Freund. Im großen und ganzen kennt man das Bild nach einer Weile, aber die Details zeigen über Jahre hinweg noch neue Dinge im Bild, wie eine Eigenschaft, die man bei einem Freund zufällig entdeckt.
Aufgeschnappt
Oh Monika, was bist Du doch für eine Künstlerin…. wenn Du mal einen workshop machen solltest, könnte ich mir vorstellen, das Flugzeug zu nehmen und von Dir zu lernen. Ehrlich!!! Meine Hochachtung, Bewunderung und viele liebe Grüsse,
Arabella
Oh, liebe Arabells, danke fürs Lob!!

Ich fühle mich gebauchpinselt, mit meinem großen Lieblings-Puschelpinsel! *hiiii*
Oder es geht runter wie bestes Extra-Vergine-Olivenöl
Ich bin gerade in diesem Moment dabei, Workshops vorzubereiten, in vielen Dingen. Wenn du kämst wäre das ne richtige Ehre für mich… wenn du extra eingeflogen kämst
Ich würde dir gern einige Kniffe und Dinge zeigen!
Du kannst hier im Blog mehr über die Kurrse lesen, sobald sie geschlüpft sind!
Viele liebe Grüße in den Süden!
Monika