Solange ich denken kann male, zeichne und modelliere ich, spiele mit Worten und erfinde neue und “kreativiere” alles Mögliche.
Schon als Kind interessierte ich mich für die Altmeisterliche Malerei ihre Materalien, ihre Techniken und ihre Menschendarstellungen.
Ich fing an, mit einem Ölmalkasten alles im “Stile der alten Meister” zu malen, wie ich sie damals sah. Richtig spannend wurde es, als ich begriff, dass es etwas ganz anderes ist in Öl zu malen als mit dem Schultuschkasten.
Nebenbei erfand ich auch noch einige Comicfiguren und zeichtete Comics und erfand eigene Schriftsysteme.
Für mich war dieser fantastisch- kreative Umgang mit der Welt normal. Wenn ich malte, malte ich Bilder meiner eigenen Welten und Dinge, nur selten nach Modellen “nach dem Leben”.
Wieso?
Weil es die”wirklichen” Sachen schon gab – und ich wollte Neues schaffen.
Irgendwann begriff ich, daß die Welt und Kultur um mich nur eine Version des insgesamt Möglichen ist, und daß meine meine Ideen andere Möglichkeiten dieser Wirklichkeit waren. Was in einem Ort völlig normal war, wirkte woandes absurd. Das fasziniert mich auch heute noch.
Neben meiner Malerei, Künstlerpuppenkreation und Modellarbeit kreierte ich Schriften, Kulturen oder Wesen, die ich später zu Imaginesien, dem vergessenen Kontinent zusammenfaßte.
Schnell gediehen dann dort neue, noch nicht einmal von mir vorher gesehene Lebensformen in ungeahnter Fülle. Gedankenexperiemente in Gesellschaft oder Naturgesetzen bekommen dort ihren Platz genau wie ungewöhnliche Bekleidung oder wundersame Wesen.
Wichtig ist mir, daß ich oft meine Farben selber mache, einerseits um die Eigenschaften gut steuern zu können, andererseits ermöglicht es mir, die Pigmente und Materialien besser nach ihrem Charakter zu verwenden.
Ich bin der Meinung, auch Pigmente haben ihren Charakter: Es gibt schüchterne, aufdringliche, ganz wie bei den Menschen. Ich glaube, das ist ein wichtiges Element für die Gesamterscheinung des Bildes.
Meist male ich in Acryl mit gekauften Farben und mache einige eigene dazu, aber bei Eitempera oder Gouache, mische ich keine eigenen und gekauften, sondern nehme nur eine Sorte.
Besonders am Herzen liegen mir die Naturpigmente.
Weiteres in Stichworten:
- geboren und aufgewachsen in Berlin, seit 1998 in Nordfriesland
- Atelier seit 1996
- von ca. 1996-2003 Konzentration auf Kreation von Künstlerpuppen
Einflüsse/ Inspirationen
Etruskische, griechische u. römische Kunst u. Kultur, die italienische Renaissance: ihre Kultur, Malerei und Skulpturen, speziell Raffael, Botticelli, Leonardo, Piero della Francesca, Mantegna…
Vittorio Zecchin, Kurt Halbritter, Bruno Lucchesi, Dougal Dixon, Terry Pratchett, Pippi Langstrumpf, Antoni Gaudi…
wundersame Schöpfungen der Natur – speziell ausgestorbene, aber auch existierende Lebewesen oder geografische Wunderkeiten
Themen/ Schöpfungen
Der Mensch: Personen, Symbolfiguren, Leute, Menschen …
Fantastische, absurde und wundersame Wesen, Kreaturen und ihre Welten mit allem was dazugehört: Naturgesetze, Kulturen, Sprachen, Schriften…
meine Schöpfungen entstehen als:
Gemälde, Malereien, Grafiken, Zeichnungen, Illustrationen
Portraits
Figuren
fantastische Welten/ Landschaften
Modelle, Figuren, Plastiken, Skulpturen
durchmodelliert
Mischtechnik bzw. bekleidet, m. Haaren etc.
Texte, Geschichten, Beschreibungen
Schmuck-, Mode-, Modeaccessoiresdesign und Unikatherstellung
Konzepte
oft und gerne im Miniaturformat
Die Gestalten erzählen ihre Geschichte selbst oder fordern auf, sie zu erraten/ erdenken bzw. stellen ein Rätsel. Der Betrachter wird von den Gestalten in einen Dialog hinein geleitet und bekommt einen Einblick, was in ihnen vorgeht, wer vor ihm ist. Das Werk wird dabei zur Person und nicht die Darstellung derselben.
Ungewöhnliche, absurde oder komische Situationen und Konzepte hinterfragen die angestammte Sicht und Denkweise des Betrachters, eingefahrene Denkstrukturen sollen hinterfragt und aufgeweicht werden um die Relativität unserer Normalität zu zeigen.
Erfahrungen/ Fertigkeiten
intensives autodidaktisches Studium von:
altmeisterlichen Techniken
archaischen und antiken Mythen, Symbolik und Ausdrucksweisen
Kostümgeschichte, speziell der antiken Kulturen u. bis ca. 1600
Entwicklung von Techniken wie z.B. dreidimensionaler Leinwand, reflektierender Schichttechnik etc.
außerdem Erfahrungen in:
Modellieren, auch speziell für Formenbau
Formenbau auch komplexer Formen in diversen Techniken
Gießtechniken und Weiterverarbeitungstechniken der Gußteile
Gestalten von vielen Dingen im Miniaturformat…
Monika Sim
Aufgeschnappt